Der etwas andere Nintendo 3DS-Test
![]()
In den meisten Internetseiten und Magazinen wird zur Zeit Nintendos neuer Handheld, der Nintendo 3DS getestet. Bei den Ergebnissen fällt dann immer auf, dass egal wie der Rest ausfällt, das der Kauf sich allein schon wegen des 3D-Effektes lohnt. Dieser Test wird zwar einer von vielen sein, jedoch mit einem kleinen besonderen Unterschied: Hier wird der 3D-Effekt ignoriert! Mal sehen wie der 3DS sich dann schlägt.
Die Hardware
Zwar spielt hier die dritte Dimension des 3DS keine Rolle, aber irgendwie muss man ja anfangen.
Der 3DS hat die gleiche Größe wie der DS-Lite/DSi, jedoch ist er etwas schwerer. Dies kann man jedoch getrost ignorieren. Die Leistung ist gegenüber den Vorgängern massiv verbessert worden, daher resultiert auch das höhere Gewicht. Der 3DS soll so mächtig sein, dass er ohne Probleme PlayStation 3- und Xbox 360-Spiele darstellen kann. Da ein Launch-Titel Super Street Fighter IV 3D-Edition ist, kann dies durchaus stimmen, aber man sollte abwarten, was auf uns noch zukommt. Manche Entwickler und Publisher sind der Meinung, dass auch die Unreal Engine problemlos auf dem Handheld laufen wird, jedoch ist der Entwickler dieser Grafikengine Epic Games anderer Meinung. Ob das stimmt, oder nicht können wir nicht feststellen. Daher gilt auch hier abwarten was noch kommen mag.
Die Optik wollen wir hier nicht bewerten, da dies reine Geschmackssache ist und wir wissen ja alle das Geschmäcker unterschiedlich sind. Mir persönlich gefällt er. Den Lautstärkepegel befindet sich jetzt links außen und rechts darunter ist der Slot für die SD-Karte. Mitgeliefert ist eine 2GB SD-Karte, aber man kann sie beliebig ersetzen. Rechts außen ist ein Schieberegler, welcher die Wireless-Verbindung aktiviert oder deaktiviert. Die Anschalttaste befindet sich im 3DS, also man muss ihn erst aufklappen um ihn zu aktivieren. Es gibt zwei Akkuanzeigen, eine als Darstellung im Hauptmenü und die andere außerhalb als Leuchtanzeige. Ist diese blau gibt es keine Bedenken, ist sie jedoch rot so muss der 3DS geladen werden. Und nun kommen wir zu einem großen Negativpunkt der Mini-Konsole: die Akkulaufzeit. Selbst ohne 3D-Darstellung ist nach ca. 5-6 Stunden der Saft aus. Selbst der DSi läuft länger.
Meine größte Sorge war die Steuerung mit dem Steuerkreuz, da er links unten hin gequetscht wurde. Zwar fühlt sich die Bedienung etwas schwerfälliger als auf dem DS an, aber es ist bedienbar. Eine gute Lösung ist, dass man die meisten DS-Spiele auch mit dem 360°-drehbaren Schieberegler bedienen kann. Alle Knöpfe und Bedienmöglichkeiten wurden gut verarbeitet.
Von den beiden Displays ist alles gut erkennbar und lesbar und es wurde auch Zeit, dass Nintendo einen größeren Bildschirm in den Handheld einbaut. Jedoch ist die Schrift auf diesem beim Spielen von DS-Titel leicht unscharf und verschwommen.
Die Features
Der 3DS bittet einige interessante Möglichkeiten, mit denen man sich kurzweilig die Zeit vertreiben kann. Deren volle Entfaltung kommt zwar erst mit dem 3D-Effekt, aber diesen wollen wir ja hier nicht wahrnehmen.
Wie beim DSi hat der 3DS eine Kamera. Zwar hat sie nur eine Auflösung von 640×480, aber mit etwas Übung kann man gute Fotos machen. Im Dunkeln sollte man keine Bilder schießen. Auch ist die Beleuchtung für die Qualität des Bildes von Bedeutung. Die Bilder werden auf der SD-Karte abgespeichert und wer ein Kartenlesegerät besitzt, der kann sie sich dann beispielsweise am PC anschauen.
Wer Lust dazu hat, kann mit dem 3DS Sounds aufnehmen, diese bearbeiten und anhören. Es gibt zwar nicht all so viele Möglichkeiten zur Bearbeitung der Musik, aber für kleine Spielereien reicht das vollkommen.
Der Mii-Maker ist schon aus der Wii bekannt, daher muss hier nicht all so viel erklärt werden. Was jedoch neu ist, dass man von jedem Mii einen QR-Code und ein Bild erstellen kann. Beider werden auch auf der SD-Karte abgespeichert. Mit dem QR-Code kann man andere Miis auf seinem 3DS herholen. Mit den Miis kann man in der Mii-Lobby, welche auch für den StreetPass wichtig ist, vielfältige Aktionen und Mini-Spiele spielen.
Die Erweiterte Realität ist von den vorinstallierten Software die Beste. Mit den mitgelieferten Karten kann man einige Minispiele spielen, die die Realität manipulieren und in lustiger Art und Weise verändert. Dies ist nur mit der ?-Karte möglich, die anderen stellen Figuren dar, die man unterschiedlich positionieren kann. Im folgenden Video haben zwei Japaner die Erweiterte Realität auf das Maximum ausgereizt.
Welcher Button neu hinzugekommen ist, ist der HOME-Button. Wenn man diese Taste drückt gelangt man sofort ins Titelmenü des 3DS zurück. Es ist dabei egal welches Spiel man vor dem Drücken gestartet hat, denn dies wird pausiert und man kann dann das Spiel später wieder aufnehmen oder es beenden. Eine äußerts nützlicher Taste.
Der StreetPass konnte noch nicht vollständig getestet werden. Daher folgt dieser Teil des Testes später.
Die Spiele
Welche Spiele für den 3DS kommen werden und welche Möglichkeiten der 3DS zukünftigen Spielen bieten wird, steht noch in den Sternen, deswegen kann ich nur auf die jetzigen Relaunchtiteln zurückgreifen.
Diese Spiele zeigen schon jetzt sehr gut was der 3DS alles kann und welche Möglichkeiten er jetzt schon hat. Das StreetPass-Feature wird von vielen Titeln genutzt, ebenso ist es nun einfacher ein Mehrspielerspiel zu starten, zu hosten und einzusteigen. Da jedes Spiel eine andere Grafik besitzt, kann man es nicht objektiv bewerten, aber man kann schon jetzt sagen, das alle Spiele eine gute bis sehr gute Grafik besitzen. Da die Leistungsmöglichkeit des 3DS angeblich noch nicht voll ausgenutzt wurde (siehe die Hardware), könne wir nur warten, was da noch kommen mag. Jedoch zeigt ein Vergleich von DS-Spielen mit den jetzigen 3DS-Spielen, dass in Punkto Optik ein riesiger Sprung nach vorne gemacht wurde.
Als kleines Beispiel gibt es hier den Test zu Super Street Fighter IV 3D Edition.
Das Fazit ohne 3D
Wie kommt man auf diese Idee das Hauptfeature des 3DS, die Darstellung der dritten Dimension in einem Test wegzulassen. Die Werbung dreht sich fast nur um den 3D-Effekt der Mini-Konsole. Da kam mir halt dieser Gedanke. Lohnt sich also der Kauf von Nintendos neuem Handheld? Wenn man alles miteinander abwägt, dann kann man den 3DS fast ohne Bedenken kaufen. Die neue Hardware ist zwar nicht die mächtigste, aber es ist mehr als zufriedenstellend. Die Erweiterte Realität macht sehr viel Spaß und es ist lustig mit anzusehen, wie die Realität „erweitert“ wird. Die Möglichkeiten des StreetPasses sind nahezu grenzenlos, man muss jedoch abwarten, ob dies auch bei den Leuten ankommt und auch genutzt wird. Beim DS waren viele Entwickler und Publisher (anfangs) skeptisch, ob er sich am Markt behaupten wird, aber beim 3DS sieht alles anders aus. Viele sind von ihm begeistert, es bleibt jedoch zu hoffen, ob sie auch die Möglichkeiten des 3DS nutzen und nicht einfach nur einen 3D-Effekt einbauen. Was bleibt ist eine moderne, vielfältige, leistungsstarke Konsole für unterwegs, auch wenn der Akku wirklich lange hält. Ich habe meinen Kauf nicht bereut und ich glaube viele werden dies auch nicht tun.
Alle Bilder/Fotos stammen aus privaten Aufnahmen. Sämtliche Bilder/Fotos vom Display des 3DS wurden in der 2D-Darstellung aufgenommen, da der 3D-Effekt nur auf der Konsole wahrgenommen werden kann.


